Lernen, spielen, entdecken

Mit allen Sinnen lernen

 

Da Kinder mit all ihren Sinnen lernen, brauchen sie eine Umgebung, die diese anregen.

Nicht nur unterschiedliche Materialien wie Kleister, Farben, Ton, Wasser, Matsch u.s.w. bringen kleine Kinder in eine gemeinschaftliche Interaktion, sondern auch die Atmosphäre, die entsteht, wenn sich mehrere Kinder einer Sache widmen.

Wir ermöglichen den Kindern das Planschen mit Wasser, das genüssliche Essen und Trinken, den entspannten Umgang mit der Zeit und das Träumen und Toben.

Sinnliche Spiele, das Ausprobieren, Erleben und Begreifen führen zur Selbsterfahrung. Das Kind lernt sich selbst und seinen Körper kennen. In der Interaktion mit den einzelnen Kindern und Erwachsenen in der Gruppe erfährt das Kind sich selbst, lernt seine Grenzen und Möglichkeiten kennen. Es macht eigene Erfahrungen und lernt daraus; es wird immer sicherer, beweglich und flexibel im Umgang mit neuen Situationen. Es wird sich seines Selbst bewusst.

 

 

Freispiel und gezielte Angebote

 

Wir erachten das Freispiel als einen wichtigen Bestandteil im Krippenalltag.

Die Kinder bestimmen selber, was, wie und mit wem sie sich beschäftigen wollen. Das Freispiel fördert die Kreativität, die Fantasie und den sozialen Kontakt der Kinder untereinander.

Wir wollen keine "Beschäftigungspädagogik" betreiben, sondern dem Kind in einem ausgewogenen Verhältnis unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit oder unsere Zurückhaltung anbieten.

 

Gezielte Angebote sind geplante Einheiten, wie spazieren gehen, mit Fingerfarben malen, mit Wasser planschen, matschen mit Ton, Wackelpudding kochen u.s.w.

Es geht bei allen Angeboten darum, sich selbst und die nähere Umgebung kennen zu lernen, so dass Sinneserfahrungen immer ganz oben auf der Liste der angestrebten Lernziele stehen. Wir stellen den Kindern Raum, Zeit und Material zur Verfügung und sind immer darauf bedacht, uns so weit wie möglich zurückzunehmen, damit wir die Kinder nicht in ihrem Spiel behindern und blockieren, indem wir vorgreifen, ihnen auf die Schnelle zeigen, wie es geht, oder ihnen vormalen und sie anfangen, sich daran zu orientieren.

 

 

Entdecken, erfinden, experimentieren

 

Die Phantasie ist ein wichtiger Bestandteil der Kreativität. Man könnte sie als "Einbildungskraft", als Erfindungsgabe definieren. Ein fantasievoller Mensch entwickelt aus seinen Erfahrungen heraus Ideen, Einfälle und Bilder.

 

Kreativität geht darüber hinaus. Es ist die schöpferische Kraft, von gewohnten Denkmustern abzuweichen, die Bereitschaft, sich eine Sache einmal anders vorzustellen.

So sind Kinder kreativ und denken "neu", auch wenn dem Erwachsenen die Zusammenhänge hinlänglich bekannt sind. Das veranlasst sie oft, die umständlichen Wege abzukürzen. Zu häufig werden Kinder gelehrt und angeleitet, wo sie selbst denken, erfinden und entdecken könnten. Damit bringen wir sie um die Chance, die kreativen Fähigkeiten zu nutzen, die sie haben und die ihnen ermöglichen, selbst auf das Ergebnis zu kommen.

 

Das Spiel ist die Haupttätigkeit der Kinder. Darüber können sie sich äußern, ausdrücken und ausleben; sie machen neue, wichtige und vielseitige Lernerfahrungen, verarbeiten ihre Erlebnisse und Probleme. Sie setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander, lernen sie kennen und beherrschen; lebenspraktische Fähigkeiten werden eingeübt. Das Spiel ist ziel- und zweckfrei, es entsteht aus eigenem Antrieb. Es bietet dem Kind die Chance, selbst etwas aus seinen Ideen und Wünschen zu gestalten, den "inneren" Eindrücken einen Ausdruck zu geben. Es ist unsere Aufgabe, den Kindern Zeit, Chancen, Räume und Möglichkeiten zum ungestörten Spielen zu geben.

 

 

 

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