Eingewöhnung

Um dem Kind eine gute Integration in den Krabbelgruppenalltag zu ermöglichen, bedarf es einer optimalen Eingewöhnung, die sich über einen Zeitraum von ca. 12 Wochen erstreckt. Während dieser Zeit begleiten sie ihr Kind und müssen jederzeit erreichbar und abrufbar sein.

 

Unsere Einrichtung arbeitet nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell:

 

1. Grundphase

Ein Elternteil kommt mit dem Kind zusammen in die Krippe (möglichst immer zur gleichen Zeit), bleibt ca. 1 Stunde zusammen mit dem Kind im Gruppenraum und nimmt danach das Kind wieder mit nach Hause.

Eltern:

1 passiv

2 das Kind auf keinen Fall drängen

3 immer akzeptieren, wenn das Kind die Nähe der Eltern sucht

4 die Eltern sollen möglichst nicht lesen, stricken, oder sich mit anderen Kindern beschäftigen, immer am gleichen Platz bleiben. Das Kind muss das Gefühl haben jederzeit die Aufmerksamkeit des Elternteils zu haben.

 

- die Erzieherinnen bringen sich langsam als Bezugspersonen ein

 

2. Eingliederungsphase
(erster Versuch am vierten Tag, außer der vierte Tag ist ein Montag, dann erst am fünften)

 

Einige Minuten nach der Ankunft im Gruppenraum verabschiedet sich das Elternteil vom Kind, verlässt den Raum und bleibt in der Nähe. Die Reaktion des Kindes entscheidet über den weiteren Verlauf:

1 Reagiert das Kind gleichmütig und zeigt weiter an der Umwelt interessierte Reaktionen, kann die Trennung bis maximal 30 Minuten ausgedehnt werden.

2 Dies gilt auch, wenn das Kind zu weinen beginnt, sich aber rasch und dauerhaft von der Erzieherin beruhigen lässt.

3 Wirkt das Kind nach dem Weggang der Mutter/des Vaters verstört oder beginnt untröstlich zu weinen, muss es sofort wieder geholt werden.

 

Wenn das Kind mit der Trennungssituation überfordert war, bleibt die Mutter/der Vater an den nächsten 3 Tagen wieder wie zu Beginn in der Gruppe. Der nächste Trennungsversuch wird frühestens am 4. Tag versucht.

Wenn das Kind die Situation geschafft hat, sollte die Trennungszeit langsam ausgedehnt werden.

 

3. Schlussphase

 

- Die Eltern halten sich nicht mehr in der Einrichtung auf, sind jedoch jederzeit erreichbar.

- Dies geschieht zunächst für kurze Zeitspannen, die nach und nach in Absprache mit den Eltern verlängert werden.

- Wenn die Mutter/der Vater kommt, nemmen sie ihr Kind und  gehen nach Hause.

 

Kind, Eltern und Erzieherinnen finden durch den behutsamen Aufbau der Eingewöhnung die Möglichkeit, sich näher kennen zu lernen und eine vertrauensvolle Basis zu schaffen.

 

Die Eltern und das Kind brauchen die Sicherheit, akzeptiert und respektiert zu werden, so wie sie sind. Es ist uns ein besonderes Anliegen, ein offenes und verstehendes Ohr für die Ängste, Sorgen und Nöte der Eltern zu haben. Es geht uns nicht um Bewertung, sondern um die Wahrnehmung dessen, was ist. Hier entsteht ein wichtiges Fundament für die weitere Entwicklung ihres Kindes. Denn nur in einer Umgebung, in der sich Eltern, Kinder und Erzieherinnen sicher und verstanden fühlen, kann eine gute Bindung entstehen.

 

 

 

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