Abschied aus Schleusingen

Liebe Gießener Gemeindeglieder,

 

herzlich danke ich Ihnen für die freundlichen Grüße und guten Wünsche zu meiner Verabschiedung am 29. April, für Ihren Überraschungsbesuch, liebe Familie Gömmer, über den ich mich sehr gefreut habe, und für das tolle Geschenk (ein Restaurantgutschein, Anm. der Red.). Wir werden sicher bald mal im Bio-Restaurant in Kassel essen gehen, zumal ja unsere Küche nicht gleich steht, und an Sie und Euch denken.

 

 

 

Dankbar und mit Freude schaue ich auch auf die sehr erfüllten Jahre in Schleusingen und auf unsere Begegnungen und Gespräche zurück. Da war sehr viel Freude und Wonne dabei, ob wir Gottesdienste gefeiert, gesungen, erzählt oder gespielt oder uns mit ernsthaften Themen beschäftigt haben. Unsere Partnerschaft habe ich als Bereicherung erlebt und hoffe, dass sie auch in Zukunft mit Leben erfüllt wird.

 

Ja, wir hätten 1980 beim Beginn unseres Vikariates nicht gedacht, zur Verabschiedung Gemeindeglieder aus Gießen überraschend begrüßen zu können, waren doch solche Besuche zu DDR-Zeiten, wenn auch nicht unmöglich, so doch sehr kompliziert zu organisieren.

 

Für mich ist der Fall der Mauer 1989 immer ein Wunder geblieben und ein Zeichen dafür, dass Gott Wege des Lebens öffnen kann, auch da, wo wir es nicht für möglich halten.

 

Ich schreibe zwischen gepackten Umzugskartons und am kommenden Mittwoch fährt der Möbelwagen nach Kassel. Wir gehen nun neue Wege, wie auch die Schleusinger Kirchengemeinde. Und alle miteinander sind wir auf dem Weg des Lebens, weil wir den Weg mit IHM, unserem Herrn, gehen. In ihm bleiben wir verbunden.

 

So wünsche ich Ihnen allen und der ganzen Gemeinde Gottes Geleit, Schutz und Segen.

 

Seien Sie herzlich gegrüßt und Gott befohlen.

 

 

Dorothea Söllig, Pfarrerin i. R.