ANgeDACHT im Sommer

Foto: Gömmer
Foto: Gömmer

Liebe Leserinnen und Leser,

 

die Urlaubszeit rückt in greifbare Nähe. Viele sehnen sich nach Erholung und freuen sich auf eine Auszeit vom gewohnten Trott oder hoher Anspannung im Beruf. Schülerinnen und Schüler beginnen, die Wochen und Tage bis zu den Sommerferien zu zählen.

 

Im Kleinen sind auch der alltägliche Feierabend oder das Wochenende eine solche Auszeit. Einer schlüpft erschöpft und zufrieden in die Hausschuhe und macht es sich auf der Couch bequem. Eine andere geht nach der Arbeit zum Sport oder zum Singen in einen Chor. Zeit für Entspannung und Erholung; Zeit für das, was man gern tut; Zeit für Familie und Freunde.

 

 

Aber gibt es diesen Feierabend so heute überhaupt noch? Wir leben in Zeiten, in denen viele Arbeitgeber erwarten, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr erreichbar sind. Mit dem Smartphone ist es möglich, die Post selbst noch vom Krankenlager aus zu beantworten. Manche nehmen den Laptop mit in den Urlaub. Wann ist Feierabend? Kann man es sich denn überhaupt noch leisten, Feierabend oder Urlaub zu machen?

 

Nach und nach wird der Wert des Urlaubs und des Feierabends in den letzten Jahren wieder entdeckt. Da wird vom Chef darauf geachtet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Urlaubstage wirklich nehmen und das Diensthandy am Wochenende ausgeschaltet bleibt. Da sind vor allem jüngere Arbeitnehmer unter 35 Jahre, für die Umfragen zu Folge Zeit für Familie und Freunde wieder einen höheren Stellenwert haben. Ihr Leben soll sich nicht ausschließlich um die Arbeit drehen.

 

„Und so vollendete Gott am siebten Tag seine Werke, die er machte, und ruhte am siebten Tage von allen seinen  Werken, die er gemacht hatte.“ (1. Mose, Kapitel 2, Vers 2).

 

Die Arbeit findet ihre Vollendung in der Ruhe, so lässt uns der biblische Text wissen. Arbeit und Ruhe gehören zusammen. Weder hören wir, dass die eigentliche Bestimmung des Daseins nur Arbeit sei, noch sagt der biblische Text: das eigentliche Leben beginnt erst nach dem Feierabend, Arbeit ist nur lästige Pflicht. Beides gehört zusammen: Arbeit und Ruhe, schaffen und untätig sein, in die Arbeit verwickelt sein und loslassen können, Distanz finden. Nur im Wechselspiel aus Aktivität und Ruhe, im Gleichgewicht beider, kann das Schaffen zu seiner Vollendung kommen, lehrt uns der biblische Text.

 

Einen erholsamen Sommer wünscht Ihnen

 

Ihr Pfarrer Gabriel Brand

 


 

 

 

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