Interview mit den Konfi-Teamern

Von vorne: Laura Hensler, Tobias Althaus und Julia Kowalenko // Foto: privat
Von vorne: Laura Hensler, Tobias Althaus und Julia Kowalenko // Foto: privat

"Christsein verbindet, auch wenn man sehr verschieden ist"

 

Interview von Pfarrer Gabriel Brand mit Laura Hensler, Julia Kowalenko und Tobias Althaus

 

Laura (16), Julia (16) und Tobias (17) wohnen in der Anneröder Siedlung, besuchen die Gesamtschule Gießen-Ost und sind Teamer im aktuellen Konfirmandenjahrgang. Wir treffen uns an einem Nachmittag im Gemeindehaus und schnell wird klar, um was es ihnen geht: „Wir Jugendliche sind anders als viele denken. Wir wollen uns engagieren, die Zukunft ist uns wichtig und wir wollen sie aktiv mitgestalten.“

 

Am Montag fahren wir auf Konfirmandenfreizeit. Ihr seid als Teamer dabei. Was sind eure Erwartungen? 

Julia: Dass es Spaß macht, das gehört zu Konfi einfach dazu. Als Gruppe weiter zusammenwachsen, das finde ich wichtig. Die Konfis sollen viel über Religion und Christsein erfahren. Sie sollen sich weiterentwickeln können. 

 

Konfipilgern auf dem Jakobsweg // Foto: privat
Konfipilgern auf dem Jakobsweg // Foto: privat

Tobias: Ich erwarte auch, dass die Konfifreizeit als Teamer mit dem Konfiteam Spaß macht und man selbst etwas Neues dazulernt. Natürlich hoffe ich auch, dass wir die Konfifreizeit so gestaltet haben, dass es den Konfis gefällt. 

 

Laura: Das hat auch was mit dem Pilgern zu tun. So sehe ich das: Das Pilgern war der Anfang. Die Konfifreizeit jetzt ist die Abschlussfahrt, wie in der Schule. Das schließt das Jahr gut ab. Das ist noch mal ein Schritt auf die Konfirmation zu. Zusammenwachsen, das ist mir auch wichtig. 

 

Seit einem Jahr arbeitet ihr als Konfi-Teamer mit. Tobias, du bist schon zwei Jahre dabei. Was ist eure Motivation?

 

Tobias: Ich mag es einfach sich zu engagieren und in der Gemeinde zu helfen. Da ich ja auch durch die Jungschar und jetzt durch den Jugendclub immer was mit der Gemeinde zu tun habe und auch ab und zu im Gottesdienst was mitgestaltet habe, wollte ich gerne mehr machen und Konfiteamer ist eine schöne Sache, um sich zu engagieren. 

Impressionen von der Konfifreizeit // Foto: privat
Impressionen von der Konfifreizeit // Foto: privat

Laura: Die Konfis sind sehr unterschiedlich. Meine Aufgabe sehe ich darin, dass der Konfirmandenunterricht sie zusammen bringt. Eine Sache, die Menschen zusammenführen kann, ist Gott. Mich interessiert außerdem: Was denken die Konfis über die Dinge, die wir besprochen haben?

 

Julia: Ich versuche den Konfis zu zeigen, was es heißt, Christ zu sein. Taufe und Bibel gehören für mich dazu. Dass sie verstehen, was die Kirche ist: besonders das soziale Engagement will ich ihnen zeigen. Christsein verbindet, auch wenn man sehr verschieden ist. 

Konfis und Konfi-Teamer 2016 // Foto: privat
Konfis und Konfi-Teamer 2016 // Foto: privat

Was macht ihr sonst in eurer Freizeit?

 

Julia: Ich rudere, schaue gern Filme und Serien. Ich spiele Gitarre und gehe in den Jugendclub. Außerdem helfe ich bei den Jungscharen mit und engagiere mich in der Kirche.

 

Laura: Ich tanze. Die Kirche hier spielt eine große Rolle für mich, fast mein halbes Leben lang schon. Ich gehe auch zum Jugendclub und nehme gern an Jugendgottesdiensten teil. Ich helfe auch Bea beim Jungscharballontag. Außerdem treffe ich mich gern mit Freunden und gehe gern in die Stadt shoppen.

 

Tobias: Also ich bin sehr oft mit meinen besten Freunden unterwegs. Wir fahren viel in Städte und auch oft in Freizeitparks, da vor allem ich sehr gerne in Freizeitparks bin. Zur Zeit habe ich von der Musical AG auf der GGO (Gesamtschule Gießen-Ost, d. Red.) Auftritte, die auch mega Spaß machen. 

Das Kreuz vor der Andreaskirche // Foto: Angie Ulrich
Das Kreuz vor der Andreaskirche // Foto: Angie Ulrich

Ihr seid Jugendliche, die sich in der Kirche engagieren. Wo seht ihr die Kirche in 20 Jahren?

 

Alle drei überlegen lange.

 

Laura: Ich hoffe, dass es die Kirche hier in 20 Jahren noch gibt. Die Kirche soll sich entwickeln, aber ich hoffe auch dass vieles so bleibt, wie es ist. Dass die Kirche ein Zufluchtsort ist, dass jemand da ist, mit dem man reden kann, wenn man Stress hat. Dass man Hilfe bekommt. Dass es jemanden gibt, dem man vertrauen kann. Wenn meine Kinder in 20 Jahren hierher kommen, hoffe ich, dass Bea noch da ist.

 

Tobias: Ich mag die Kirche so wie sie gerade ist. Das Angebot gefällt mir sehr in der Gemeinde. Deshalb denke ich, dass unsere Gemeinde auf dem guten Weg ist und denke, dass es diese tollen Angebote für Jugendliche und auch für Erwachsene genauso toll bleiben werden.

 

Julia: Ich hoffe auch, dass es die Kirche hier in 20 Jahren noch gibt, die Kirche soll sich entwickeln, aber es soll auch vieles bleiben, was vertraut ist. Ich bin hier nämlich aufgewachsen: Spielkreis, Kindergarten, Jungschar, Konfi, Jugendclub. Es wäre schön, wenn es in diesen 20 Jahren mehr Konfis gäbe und einen etwas größeren Jugendclub.

 

Gabriel Brand

 

 

 

Die Facebook-Seite der Andreasgemeinde!

Einfach "gefällt mir" drücken und "Freunde werden".