Ein schlecht besuchter Gottesdienst und gute Gemeinschaft (2012)

Rund 25 Teilnehmer/innen aus Schleusingen und Gießen trafen sich am Rennsteig. // Foto: privat
Rund 25 Teilnehmer/innen aus Schleusingen und Gießen trafen sich am Rennsteig. // Foto: privat

Rennsteig-Wochenende mit der Partnergemeinde aus Schleusingen, 24.-26.2.2012.

Mit heulendem Motor schraubt sich unser Auto die Serpentinen hinauf. Draußen ist es stockduster, der leichte Regen erschwert die Sicht auf die von den Lichtkegeln nur unzureichend beleuchtete Straße. Links und rechts türmen sich Schneeberge. Wir fahren ans Ende der Welt - zumindest scheint es in dem Moment so. Hinter jeder Kurve taucht eine neue auf. 

 

Das Ziel an diesem Freitagabend ist nicht etwa ein verlassenes Bergdorf in den Anden oder eine kleine Berghütte in den Schweizer Alpen. Vor uns liegt das Wochenende vom 24. bis 26. Februar 2012: Eine kleine Gruppe Kirchenvorsteher aus der Andreasgemeinde hat sich - teilweise mit Familie - auf den Weg zum Treffen mit der Schleusinger Partnergemeinde gemacht.

 

 

Angesichts der wegen der Wetterverhältnisse etwas abenteuerlichen Fahrt war der Empfang im Bibelheim in Neustadt am Rennsteig um so herzlicher. Diejenigen, die noch nie bei einem Partnertreffen dabei waren, wurden schnell integriert. Und die, die sich schon seit Jahren kannten, kamen schnell wieder ins Gespräch.

Herausfordernd: Der Themenplan des Wochenendes
Herausfordernd: Der Themenplan des Wochenendes

Der erste Abend diente dem Kennenlernen und dem Austausch über die aktuelle Situation in den Gemeinden. Das gesamte Wochenende stand unter dem Thema „Solidarische Ökonomie“, das Reinhard Hotop, der Vorsitzende des Schleusinger Kirchenvorstandes, vorbereitet hatte. Was sich anfangs ein wenig sperrig anhörte, entwickelte sich im Laufe des Wochenendes zu einer spannenden Diskussion über unser Wirtschaftssystem, alternative Konzepte und unsere Verantwortung als Christen.

 

Außerdem gab es Andachten und Bibelarbeiten, es wurde viel gesungen und gelacht. Ein Höhepunkt war der bunte Abend mit Spielen und Witzen. Es war die bunte Mischung aus Themen, geistlichen Impulsen und wunderbaren Albernheiten, die der Gruppe aus insgesamt etwa 25 Personen gut tat: Gemeinsam zu lachen, zu diskutieren und so auch Freude und Sorgen der jeweils anderen Gemeinde zu teilen, ließ den Wunsch aufkommen, sich auch weiterhin zu treffen.

 

Ein einprägsames Erlebnis war übrigens der Besuch des Gottesdienstes im Nachbarort Altenfeld. Wegen der Kälte fand er im Gemeindehaus statt. Dort, quasi in Wohnzimmeratmosphäre, saß eine unerschrockene Schar von Gottesdienstbesuchern, deren Zahl wir locker verdreifachten. Dass die Musik, zu der die Lieder gesungen wurden, von einem Computer stammte, hat so manchen Gießener nachhaltig beeindruckt. Der Gottesdienst war sehr schön und die Predigt sehr gut. Aber sowohl wir Gießener als auch die Schleusinger waren sehr dankbar für mehr Gottesdienstbesucher in den jeweiligen Gemeinden und „Livemusik“. Nach dem Gottesdienst gab es noch eine interessante Führung durch die Kirche.

 

Nach dem Mittagessen traten alle die Heimfahrt an. Übrigens wirkten nun bei Sonnenschein die Serpentinen gar nicht mehr so bedrohlich ...

 

Ingmar Bartsch

 

 

 

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