Bericht vom Gemeindefest in der Gießener Allgemeinen

Ökumenisches Fest im Osten

Vier Kirchengemeinden feiern mit mehr als 1000 Besuchern

 

Gießen (ür). Über 1000 Besucher hatte das erste ökumenische Gemeindefest im Gießener Osten. Dabei wurde diese lockere Begegnung nicht nur ein Fest der drei evangelischen Gemeinden Andreas, Luther und Wicherrn sowie der gastgebenden katholischen St.-Thomas-Morus-Gemeinde. Es wehte internationales Flair über das Festgelände. Die spanische katholische Gemeinde feierte mit fröhlichen Liedern auf der Bühne mit. Und die Gemeinde orthodoxer eritreischer Flüchtlinge bereicherte das Fest mit Trommel und Gesang. So zogen die vier Pfarrer Peter Willared (Wichern), Dr. Gabriel Brand (Andreas), Klaus F. Pötz (Luther) und Gastgeber Matthias Schmid (Thomas Morus) auch ein positives Fazit dieser gelungenen Veranstaltung. Es solle nicht die letzte Begegnung dieser Art gewesen sein. Das Gemeindefest sei ein ...

... schöner Auftakt gewesen für eine engere Zusammenarbeit und ermutige für die Zukunft.


Begonnen hatte das Fest am Samstagabend mit einer Andacht, die von den vier Pfarrern gemeinsam gestaltet wurde. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Chöre der Luthergemeinde (Leitung: Silke Gruehn-Mencke) und der Wicherngemeinde (Leitung Kantor Michael Klein) sowie der Bläserkreis der Wicherngemeinde (Andreas Reuter). Anschließend ging das Fest auf dem Vorplatz der Kirche unter Zeltplanen weiter mit Würstchen, Steaks, Getränken und lockerer Begegnung.


Am Sonntag traf man sich ab Mittag wieder bei St. Thomas Morus. Herrlicher Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad sorgten für eine entspannte Atmosphäre. Neben herzhaften deutschen Gerichten wie Steaks, Grillwürstchen, Frikadellen und Schnitzel trugen die Eritreer mit Fischgerichten ihrer Heimat zum Gelingen des Festes bei. Die Konfirmanden der Luthergemeinde verteilten alkoholfreie Cocktails an die Besucher. Die Band der Andreas-Gemeinde machte Musik und lud zum offenen Singen ein. Die katholische Gemeinde feierte zugleich das "Patroziniumsfest" zu Ehren des englischen Lordkanzlers Sir Thomas Morus, der 1476 in London geboren wurde und 1535 starb. Der Namensgeber der Kirche wird als katholischer Heiliger und Märtyrer am 22. Juni verehrt. Bei einer Führung durch die Kirche hörten die Besucher vieles zu Thomas Morus und zur Entstehung der Gemeinde. So konnten sie das anschließende Thomas-Morus-Quiz leicht lösen. Für Kinder gab es allerlei Spiele und Aktionen, etwa beim Basteln von Armbändern oder beim Enten angeln.


Quelle: Gießener Allgemeine, 1.7.2015

 

 

 

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